Donnerstag, 8. Mai 2008

Mein Freund...

Ich bin nicht mehr allein... ich habe einen Freund!

Er schaut spontan vorbei und klopft vorher sogar an -sehr höflich! Er ist Kenianer und lebt hier in Tumaini.

Leider hat er nicht gelernt zu warten, er platzt einfach so in meine Beratungen hinein. Damit ist die Ungestörtheit etwas genommen und ich frage mich, wie das meine Klienten aufnehmen. Naja, bis jetzt haben sie sich noch nicht beschwert, sondern sind nur erstaunt und freuen sich darüber, wie gut wir uns verstehen!

Er bevorzugt es allerdings bei Regen in seiner Wohnung zu bleiben...

Tja, wer könnte dieser Freund nur sein?

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Mittwoch, 23. April 2008

Kinderlachen

Krümel, Lachen, Luftballons, Süßigkeiten,... was kann das nur sein? Genau, ein Kindergeburtstag einer 2 jährigen. Den habe ich am Sonntag miterlebt und bin auf den Geschmack des süßesten Kuchens gekommen. Klein-Dinah hat stolz den Gästen ihr pinkfarbenes Prinzessinenzelt gezeigt und man musste darein krabbeln um auch alle anderen Geburtstagsschätze zu entdecken. Es war echt schön soviel Kinderleben mitzubekommen. Dinah und ihre Eltern sind mit mir zeitgleich in Kenia gelandet und wir hatten die Orientierungswoche zusammen.

Ngong Hills - am Samstag habe ich mich aufgemacht und eine unserer Angestellten, die unterhalb der Ngong Hills lebt, besucht. Herrlich grün ist es da, fast wie bei "Jenseits von Afrika". Ich bin mit leckerem Essen verwöhnt worden und es war toll einfach mal Zeit miteinander zu verbringen. Sie ist eine derjenigen, die in den Unruhen hier in Kenia Todesdrohungen bekam, da sie zum "falschen" Stamm gehörte und so Hals über Kopf ihr Wohnviertel verlassen musste. Sie ist für mich ein Vorbild an Langmut und Gottvertrauen.

Heute nehme ich das erste mal an dem Treffen der Psychologen, Psychiater in Nairobi teil. Die treffen sich sporadisch zum fachlichen Austausch. So bekomme ich hoffentlich einen kleinen Einblick in die Psycho Szene vor Ort.

Dann bekam ich heute noch überraschend Besuch von Kurt und Hanna Zander, zwei liebe Menschen aus der DIGUNA Leitung, die ich aus Uganda kenne. Schön, wenn man Bekannte trifft.

Soviel mal für heute

Kwa heri Judith

Mittwoch, 2. April 2008

Brennen


" Was du in anderen entzünden willst, das muss in dir brennen" Augustinus


Eine Karte mit diesem Spruch habe ich heute per Post erhalten. Es zeigt mir, das ich vorsichtig sein muss, für was ich "Feuer fange" und, dass meine Beziehung zu Gott stetig wächst.

Ich möchte gerne dem anderen Gottes Sicht der Dinge vermitteln, aber dazu brauche ich sie ja erstmal selber und muss wissen, wer ich in Gottes Augen bin.

Gestern habe ich mit einer Bekannten einen Spaziergang gemacht und da trafen wir auf eine Rollstuhlfahrerin, die keine Beine und zwei verkrüppelte Arme hatte.

Meine Begleiterin rief ihren Namen und eine plötzliche Veränderung stellte sich im Gesicht dieser Frau im Rollstuhl ein - die Anstrengung auf ihrem Gesicht beim Vorwärtskommen verschwand und eine tiefe Freude nahm anstelle dessen ihren Platz ein, als sie erkannte, wer sie rief!

Alle Anstrengung war vergessen als sie in den Arm genommen wurde, ungeachtet ihres Aussehens, des Schweizes etc. So stelle ich mir die Liebe und das Rufen Gottes vor!


Ich hoffe, dass wir die Fackel in uns am brennen halten lassen...




Samstag, 22. März 2008

Auferstehung

Es hat die Regenzeit angefangen, passend zu eurem Schnee in Deutschland und zu der Bedeutung von Ostern.

So erlebt die Natur hier gerade eine "Auferstehungszeit"; langsam wird es wieder grün und auf dem Weg zum Auto waren über Nacht braune Hügel (ca. 10 cm hoch) entstanden. Darin wimmelte es von Leben, die ganzen Termitenlarven krabbelten ans Licht.
Der Angestellte, Wellington, meinte nur breit grinsend:
"Alle freuen sich, dass es Wasser gibt auch die Termiten!"
Auch eine Sichtweise!

Ich werde Ostern mit einer deutschen Familie verbringen und zu einem Gottesdienst der Nairobi Chapel gehen, viel Lobpreis und Action.

Ich wünsche euch allen eine Begegnung mit dem Auferstandenen und vor allem nicht nur jetzt, sondern jeden Tag neu.

Halleluja! Wir dürfen leben, weil Er gestorben und auferstanden ist!

Donnerstag, 13. März 2008

Der erste Umzug

Ja, nun habe ich meine Orientierungswoche schon hinter mir.
Gestern habe ich dann meine Sachen gepackt und bin nach NEGST (Bibelschule in Karen) umgezogen.
Dort bewohne ich ein nettes Apartment im ersten Stock - unter mir Koreaner, Kenianer - gegenüber eine Deutsche (Gisela), etc. , ihr seht, es ist nicht einsam!

Nächste Woche darf ich schon meine erste Klientin sehen, darauf freue ich mich sehr.
Gisela führt mich in alles ein und es ist eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre in Tumaini!

Ich sitze gerade in meinem Büro (Bild kommt später) und genieße es einfach mal da zu sein.

Heute habe ich gelernt:

Ninatoka nchi ya ujerumani (Ich komme aus Deutschland)
lakini ninakaa Nairobi (aber jetzt bin ich in Nairobi)

Und wo seid ihr???

Samstag, 8. März 2008

Nun bin ich da :-)

Sijambo (Hallo),
so ist es nun Wirklichkeit und ich höre ein herzliches "Hallo".
Ich fühle mich hier sehr sicher im Mayfield Guesthouse von AIM.

Heute hatten wir die erste Fahrstunde. Jawohl, wie bekomme ich am schnellsten den Platz im richtigen Transportmittel um fliegend in die Stadt zu gelangen :-) Sehr spannend.

So lernte ich auch gleich ein neues Swahili Wort "Sawa, sawa", was soviel heißt wie, "ist schon in Ordnung"!

Ich habe heute auch einen der Slums gesehen, wo die Unruhen waren, schrecklich, wie die Menschen dort hausen. Sowas kenne ich nicht von Uganda!
ich wünsche mir auch mit diesen Menschen einmal in Kontakt zu kommen, doch pole, pole, alles nacheinander.

Ich denke, ich werde mich hier wohlfühlen...

Bis bald
Judith

Montag, 3. März 2008

Bald geht es los!


Donnerstag - es wird am 6. März wirklich Richtung Kenia gehen


Ich fühle mich beschenkt, traurig, gelassen, von Gott geliebt, unter Tränen liebe Leute loszulassen, erwartungsfreudig, ...
... und, heute durfte ich nochmal ein wenig Schnee sehen! Genial!
Ich werde auch mit Übergewicht losfliegen, doch nicht ganz so arg wie auf dem Foto.

In der ersten Woche werde ich in Nairobi eine Orientierungszeit haben mit Sprachunterrricht und Kulturstudium.

Eine Lesa Brown wird mich fachmännisch als `orientation facilitator`durchs Programm führen :-)


Ich melde mich dann mit den ersten Eindrücken frisch vom sonnigen Kontinent.


"Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen"


In diesem Sinne seid mutig im Anfangen


Eure Judith